
Wie man Infrarotheizer trocken hält – ohne dass sie schmelzen
Wenn Sie schon einmal mit Infrarotheizern gearbeitet haben, wissen Sie genau, an welchem Punkt sie normalerweise versagen: an der Verbindung der Leitdrähte. Das ist der Schwachpunkt. Wenn man diese Heizgeräte mit Wasser besprüht oder sie in einen feuchten Raum stellt, dringt das Wasser direkt in die Verbindungen ein. Dann beginnt die Oxidation, es entstehen Kurzschlüsse – und der Tag wird zur Qual.
Eine IPX5-Zertifizierung bedeutet nicht einfach nur, etwas Kleber aufzutragen. Man muss hier gegen zwei Probleme gleichzeitig kämpfen: Einerseits muss man verhindern, dass Wasser eindringt, andererseits muss man mit extremen Temperaturen umgehen können.
Das Problem mit „normalen“ Dichtungen
Die meisten Heizgeräte, die man im Handel kaufen kann, verwenden einfache Klebstoffe oder Schrumpfschläuche. Sie funktionieren zwar eine Woche lang gut – doch dann beginnen die thermischen Belastungen. Der Heizer wird heiß, kühlt wieder ab – und diese Materialien zerstören sich dabei. Sie reißen oder schrumpfen. In diesem Moment ist die Feuchtigkeitsbarriere weg.
Wir gehen anders vor. Wir verwenden Hochtemperatursilikonkomposite sowie Keramik-Metall-Dichtungen. Diese Materialien halten auch bei 200°C stand. Die Dichtung bleibt fest, während der Heizer extrem heiß ist – genau dann, wenn sie am wichtigsten ist.
Warum eine „gut genug“ Dichtung gefährlich ist
Wenn die Dichtung versagt, kommt es zu sogenanntem „Creepage“. Im Grunde schafft die Feuchtigkeit eine Brücke, über die elektrischer Strom direkt vom leitenden Draht zum geerdeten Chassis fließen kann. Das ist natürlich nicht ideal.
Um das zu verhindern, integrieren wir den Dichtvorgang direkt in den Prozess des Anbringsens der Leitdrähte. Wir verwenden vakuumversiegelte Dichtstoffe, um alle Luftblasen zu beseitigen. Warum? Weil Luftblasen Orte sind, an denen Kondensation entstehen kann. Wenn man die Luft eliminiert, kann keine innere Korrosion mehr entstehen – was wiederum zu plötzlichen, teuren Schäden führen könnte.
Die Kompromisse, die man kennen sollte
Ehrlich gesagt: Eine IPX5-Zertifizierung benötigt mehr Platz. Es handelt sich dabei nicht mehr um dünnere Drähte. Man kann sie nicht einfach in Gehäuse stecken, die für normale Drähte konzipiert sind. Man muss sicherstellen, dass die Befestigungskonstruktionen geeignet sind, um die größeren Dichtungen aufzunehmen.
Außerdem: Obwohl die Dichtung Wasser fernhält, wird dort, wo die Drähte eingeführt werden, etwas Wärme zurückgehalten. Um zu verhindern, dass die Drähte schmelzen, verwenden wir Drähte mit Teflonummantelung. Diese können viel aushalten.
Noch ein Tipp: Wenn Sie diese Heizgeräte in einer Zone mit hoher Luftfeuchtigkeit installieren, stellen Sie sicher, dass die Kabeldichtungen genau nach Vorgabe angezogen werden. Wenn sie locker sind, ist die IP-Zertifizierung letztendlich nur eine Zahl auf einem Blatt Papier.